Kasperle-Theater im NSA Ausschuss

Das wird immer absurder. Unser BND-Chef Gerhard Schindler und unser Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche redeten vorgestern äußerst freimütig vor dem NSA Untersuchungsausschuss über eine angebliche und bisher unbekannte Operation im Jahr 2013. Anschließend ging eine Warnung an den Ausschuss, dass davon nichts an die Öffentlichkeit durchdringen dürfe, sonst hätte das schwerwiegende Konsequenzen für die Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten. Absurd nur, dass diese Sitzung nicht als „Geheim“ eingestuft war. Es sind also auch Zuschauer im Raum, die natürlich keine entsprechende Sicherheitseinstufung haben. Die Obleute sind über dieses Vorgehen aufgebracht und verlassen die Sitzung.

Und einen Tag später kann man dann natürlich auch bei Focus Online alles über die Sitzung lesen. Nun gibt es Vermutungen, dass der Focus vom BND oder Kanzleramt selbst die Informationen erhalten hat, um den Ausschuss zu diskreditieren (Süddeutsche).

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Telefone abhören leicht gemacht

Zur Zeit versucht die Telekom ihre Bestandskunden mit Druck vom klassischen Telefonanschluss auf den neuen Standard Voice over IP (VoIP) umzustellen. Wie Report München vom Bayerischen Rundfunk am 3. Februar berichtete haben internationale Geheimdienste (auch der deutsche Verfassungsschutz) bei der Etablierung des Standards kräftig mit gemischt und eine Verschlüsselung mit verhindert. Daher können sämtliche VoIP-Telefonate praktisch von jedem sehr leicht abgehört werden.